Spielbericht

Klare Niederlage zum Jahresausklang
HSG Rodgau Nieder-Roden - HSV Lok Pirna Dresden 39 : 26 ( 18 : 10 )


Nichts zu holen gab es für die Pirnaer Handballer am vierten Adventswochenende bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Das Team von Lokführer Petr Hazl kam bei den Baggerseepiraten am Ende der letzten sechzig Handballminuten im Jahr 2014 mit 39:26 arg unter die Räder und überwintert nach der schlechtesten Halbserie seit der Zugehörigkeit zur Dritten Liga-Ost in der Abstiegszone.

Es war eine Partie, die in ihrer Zusammenfassung rasch erzählt ist. Ein einziges Mal hatten die sächsischen Eisenbahner im Spiel gegen den Tabellen-Dritten der Liga mehr Treffer auf dem Konto. Da waren aber gerade einmal knappe zwei Minuten gespielt. Im Anschluss hielt die nach wie vor von Verletzungen gebeutelte Lok-Mannschaft bis zur zehnten Minute mit. In der Folge jedoch lief die Angriffsmaschinerie der Baggerseepiraten auf Hochtouren. Ein knackiger HSG-Zwischenspurt mit sieben Toren in Serie brachte die Gastgeber in die richtige Spur und die Lok ins Hintertreffen. Sukzessive konnten die Mannen von HSG-Trainer Alexander Hauptmann dann den Vorsprung ausbauen - bereits zur Pause setzte sich Nieder-Roden mit acht Treffern ab (18:10).

Auch im zweiten Abschnitt fanden die sächsischen Eisenbahner nicht die passenden Mittel, um dem Bereich Attacke der Gastgeber entscheidendes entgegenzusetzen. Spätestens nach der Disqualifikation gegen Abwehrchef Steffan Helbig in Minute vierzig waren die Messen gelesen. Zwar brachte Lok-Allrounder Vladan Kovanovic in der Partie insgesamt elf Mal die Harzkugel in den Maschen des Gegners unter. Einer jedoch machte es in den Reihen der HSG noch ein wenig besser und hatte deswegen auch erheblichen Anteil am klaren Erfolg seines Teams. Michael Weidinger erzielte noch zwei Treffer mehr als sein Kontrahent im Lok-Dress - insbesondere über den flinken Links-Außen waren die Hessen erfolgreich; er allein erzielte ein Drittel der Nieder-Rodener Tore. Auch hier war es nach dem zwischenzeitlichen 29:22 ein Sieben-Tore-Lauf der Baggerseepiraten, der den restlichen Dampf im Kessel der Eisenbahner zum Erlöschen brachte. Und so kassierte die Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden am Ende mit dem 39:26 gegen die HSG die zweithöchste Saisonniederlage.

Die Spielzeit 2014/2015 endet für die Pirnaer Ballwerfer somit, wie sie angefangen hatte - mit einer Niederlage gegen Nieder-Roden - eines der Top-Teams dieser Liga. Aus handballerischer Sicht und durch die Pirnaer Brille betrachtet ist es also nicht das erhoffte besinnliche Weihnachtsfest, auch weil unter dem Lok-Tannenbaum zu wenige Punkte liegen. Sechs Zähler nach 16 Spielen sind die Bilanz einer Saison, die ob der fortwährenden Nackenschläge, welche die Jungs von Petr Hazl immer wieder einstecken mussten, Spuren hinterlassen haben. Doch insofern ist es gut, dass jetzt die Weihnachtspause vor der Tür steht und den Lok-Handballern die Möglichkeit gibt, ihrer Psyche wieder die nötige Kraft für die 14 Rückrunden-Spiele zu verschaffen; denn das Selbstvertrauen hat im Hinblick auf diese Seuchenserie zweifellos arg gelitten. Und wenn Geschäftsführer Uwe Heller einen Wunsch fürs kommende Jahr frei hat, dann den, dass sich die Liste der Verletzten und erkrankten Spieler endlich wieder lichtet und seine Lok mit Dampf im Kessel ordentlich Fahrt aufnehmen kann, um im harten Kampf um den Klassenerhalt zu bestehen. Am 17.01.2015 erwarten die Elbestädter zum Auftakt ins neue Jahr ebenfalls eine Mannschaft aus Hessen. Die MSG Groß-Bieberau/Modau wird dann in der Sonnenstein-Arena ihre Visitenkarte abgeben - und auch hoffentlich die beiden Punkte in Pirna lassen. Bis dahin jedoch wird noch ein wenig Wasser die Elbe hinunter fließen.

Zurückblickend auf ein Jahr voller Höhen und Tiefen möchten sich die Verantwortlichen der Handballspielvereinigung, sowie das gesamte Team von Lokführer Petr Hazl bedanken - bei allen Sponsoren und Unterstützern, bei Fans und allen, die mit Herz und Leidenschaft gemeinsam mit der Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden durch Dick und Dünn gegangen sind und auch in Zukunft mit Leib und Seele dabei sein werden - beim Handball in der Hölle-Ost.

HSV Lok: Schmidtke, Weber, Fürstenberg, Möbius (1), Havlat (1), Bouček (3/1), Helbig, Gildemeister (3), Schneider, Bula, Danowski (4), Kovanovic (11/3)
Spielfilm: 1:2 (3.), 4:4 (88.), 11:4 (16.), 14:7 (24.), 17:8 (28), 18:10 (HZ); 18:12 (32.), 22:14 (35.), 25:17 (39.), 28:21 (44.), 29:22 (45), 36:22 (53.), 38:24 (57.), 39:26